Bäume und Grünflächen spielen eine wichtige Rolle für ein angenehmes Klima im Siedlungsraum. Doch die Vegetation steht durch zunehmende Trockenperioden unter Druck. Gleichzeitig nehmen Starkniederschläge zu. Diese grossen Wassermengen in kurzer Zeit sollen gemäss dem Schwammstadtprinzip vermehrt vor Ort versickert und gespeichert werden. Pflanzenkohle kann hier einen Beitrag leisten. Zudem können Gemeinden und Städte Pflanzenkohle als C-Senke anrechnen, um ihr Netto-Null-Ziel zu erreichen.
Im städtischen Grünraum ist der Einsatz von Pflanzenkohle insbesondre in Baumsubstraten erprobt und erfolgreich. Auch bei anderen Anwendungen kann Pflanzenkohle aufgrund des geringen Gewichts und der Wasserspeicherfähigkeit Vorteile bieten.
Wie wenden Sie Pflanzenkohle im städtischen Grünraum an?
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Der Einsatz von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft ist in der Düngerverordnung und in der Futtermittelverordnung gesetzlich geregelt. Als Anwender:in müssen Sie dabei folgendes einhalten:
Verwenden Sie nur Futterkohle von einem registrierten Futtermittelproduzenten. Idealerweise trägt die Futterkohle das Qualitätszertifikat EBC Futter Plus.
Setzen Sie für alle anderen landwirtschaftlichen Anwendungen (ausser Futter) nur auf Pflanzenkohle mit einer Zulassung des Bundesamts für Landwirtschaft. Pflanzenkohle mit dem Qualitätslabel EBC Agro Bio erfüllt die Vorgaben für eine Zulassung.
Falls Sie Pflanzenkohle für den Eigenverbrauch produzieren: Machen Sie regelmässig Qualitätskontrollen.
Halten Sie sich an die maximale Ausbringmenge von 1 Tonne pro Hektar und Jahr.
Risiken im Griff
Pflanzenkohle ist über Jahrzehnte bis Jahrhunderte stabil. Vorbehalte, dass sich mit der Pflanzenkohle Schadstoffe im Boden akkumulieren, sind verständlich. Bei Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften besteht jedoch keine Gefahr.
Lesen Sie, wie Landwirte Pflanzenkohle anwenden, welchen Nutzen sie beobachten und wie sie die Wirtschaftlichkeit beurteilen.