Zur Produktion von Pflanzenkohle kommen unterschiedliche Herstellungsverfahren zum Einsatz. Abhängig vom Verfahren, von der Prozesstemperatur und vom Ausgangsmaterial variieren die Eigenschaften von Pflanzenkohle stark, entsprechend kann sich auch die Wirkung unterscheiden.
Pflanzenkohle kann aus unterschiedlichen Ausgangsstoffen, mit verschiedenen Verfahren und in unterschiedlichen Anlagentypen hergestellt werden. Bei der Pflanzenkohleproduktion entsteht Energie, die zur Stromgewinnung oder als Wärme genutzt wird. Während bei der Pyrolyse die Produktion von Pflanzenkohle im Vordergrund steht, ist sie bei der Holzvergasung ein Nebenprodukt der Energieproduktion.
Pflanzenkohle hat grosses Potenzial, Kohlenstoff dauerhaft zu speichern.
3 Tonnen
CO2 sind in einer Tonne Pflanzenkohle gespeichert.
75–80 %
des Kohlenstoffs ist in der Pflanzenkohle stabil gespeichert.
> 1000 Jahre
bleibt das CO2 in der Pflanzenkohle im Boden gespeichert.
Das European Biochar «European Biochar Certificate» (EBC) legt für verschiedene Anwendungsfelder Qualitätsanforderungen fest. Für Anwendungen im Boden entspricht der Standard EBC Agro Bio den gesetzlichen Vorgaben in der Schweiz. Für den Einsatz als Tierfutter empfiehlt Charnet den Standard EBC Futter Plus. Darüber hinaus werden im Rahmen der Zertifizierung Parameter gemessen, die Rückschlüsse auf die Eigenschaften und Wirkungen zulassen. Informationen zum Standard erhalten Sie auf der EBC-Website.
Der Einsatz von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft ist in der Düngerverordnung und in der Futtermittelverordnung gesetzlich geregelt. Als Anwenderin oder Anwender müssen Sie dabei folgendes einhalten:
Verwenden Sie nur Futterkohle von einem registrierten Futtermittelproduzenten. Idealerweise trägt die Futterkohle das Qualitätszertifikat EBC Futter Plus.
Setzen Sie für alle anderen landwirtschaftlichen Anwendungen (ausser Futter) nur auf Pflanzenkohle mit einer Zulassung des Bundesamts für Landwirtschaft. Pflanzenkohle mit dem Qualitätslabel EBC Agro Bio erfüllt die Vorgaben für eine Zulassung.
Falls Sie Pflanzenkohle für den Eigenverbrauch produzieren: Machen Sie regelmässig Qualitätskontrollen.
Halten Sie sich an die maximale Ausbringmenge von 1 Tonne pro Hektar und Jahr.
Kohle-Glossar
Pflanzenkohle, Aktivkohle, aktivierte Pflanzenkohle, Pflanzenaktivkohle – was heisst was? Im Glossar werden die wichtigsten Begriffe geklärt.